{"id":5698,"date":"2017-05-31T11:09:12","date_gmt":"2017-05-31T09:09:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fitness-tracker-test.info\/?p=5698"},"modified":"2020-07-05T12:25:50","modified_gmt":"2020-07-05T10:25:50","slug":"stryd-running-power-meter-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fitness-tracker-test.info\/stryd-running-power-meter-test\/","title":{"rendered":"Stryd Running Power Meter im Test"},"content":{"rendered":"
Wer als L\u00e4ufer seine Leistung verbessern m\u00f6chte, der achtet heute meist auf die Pace und die Herzfrequenz. Dank zahlreicher Produkte mit GPS und HF-Sensor (z.B. Garmin vivoactive HR und Polar M600) ist der Zugang zu diesen Leistungsdaten leichter denn je. Im Radsport hingegen wird die Leistung direkt gemessen und in Watt angegeben – Herzfrequenz und Pace spielen dort eine untergeordnete Rolle. Wo die Vor- und Nachteile liegen und was das Produkt von Stryd damit zu tun hat, erfahrt ihr hier mi Stryd Test.<\/strong><\/p>\n Je mehr wir uns beim Sport anstrengen, desto mehr Energie wird von unserem K\u00f6rper umgesetzt. Das Herz ist dabei f\u00fcr die Zu- und Abfuhr notwendiger Stoffwechselprodukte zust\u00e4ndig. Es muss also umso mehr arbeiten, je h\u00f6her die Belastung ist. Kurzum, die Herzfrequenz nimmt zu. <\/p>\n Aus der Herzfrequenz l\u00e4sst sich also indirekt auf die Leistung schlie\u00dfen, die der K\u00f6rper gerade verrichtet. Eigentlich keine schlechte Voraussetzung, um die Herzfrequenz als Leistungsindikator zu nutzen – oder doch nicht?<\/p>\n Den obigen Zusammenhang w\u00fcrde ich als Grundschulwissen bezeichnen und in den meisten F\u00e4llen ist die Herzfrequenz wirklich hinreichend aussagekr\u00e4ftig, um den Sport oder das Training in bestimmten Belastungsgrenzen zu halten.<\/p>\n Wer jedoch genaue Angaben zur Leistung des K\u00f6rpers ben\u00f6tigt und auf einem konstanten Leistungsniveau trainieren m\u00f6chte, der muss folgendes bedenken:<\/p>\n Die Herzfrequenz ist nicht alleinig von der k\u00f6rperlichen Belastung abh\u00e4ngig. Auch seelische Belastung, Krankheit und das Wetter k\u00f6nnen einen Einfluss auf die Herzfrequenz haben. M\u00f6chte man auf einem bestimmten Leistungsniveau anhand der Herzfrequenz trainieren, m\u00fcsste man diese Gr\u00f6\u00dfen herausrechnen – ein Ding der Unm\u00f6glichkeit.<\/p>\n<\/li>\n Das Herz reagiert nicht unmittelbar auf einen Anstieg bzw. eine Reduzierung der Belastung, sondern hinkt der Ver\u00e4nderung immer hinterher. Ein sch\u00f6nes Beispiel f\u00fcr dieses tr\u00e4ge Verhalten entstammt dem Alltag: Wenn wir ein paar Treppen steigen, steigt die Anstrengung bereits mit der ersten Stufe an. Mit der Erh\u00f6hung der Herzfrequenz reagiert der K\u00f6rper aber erst einen guten Moment sp\u00e4ter. Haben wir das Stockwerk erreicht und die Belastung kehrt auf ein normales Niveau zur\u00fcck, schl\u00e4gt das Herz weiterhin im Sport-Modus.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n Die Herzfrequenz als Leistungsindikator zu benutzen kann, je nach erforderlicher Genauigkeit, schlichtweg f\u00fcr ein falsches Bild sorgen.<\/p>\n Neben der Herzfrequenz dient die Pace bzw. das Tempo h\u00e4ufig als zweiter Leistungsindikator, weil sie beschreibt, wie schnell ein L\u00e4ufer unterwegs ist.<\/p>\n Eigentlich ist auch das kein schlechter Indikator, solange man sich auf ebenem Gel\u00e4nde und bei Windstille bewegt. Denn was passiert, wenn wir eine Steigung vor uns haben oder einem der Wind ins Gesicht bl\u00e4st? Um die Pace konstant zu halten, muss man sich mehr anstrengen. Oder aber, man versucht die Leistung konstant zu halten und nimmt das Sinken des Pace hin. <\/p>\n Im Radsport hat die Messung der Leistung und die Angabe in Watt hingegen seit Jahr und Tag ihren Platz. Der Grund ist relativ einfach, denn beim Radsport kann die auf die Strecke gebrachte Leistung einfach und direkt gemessen werden. Dazu dienen Sensoren, die in Kurbel oder Pedal untergebracht sind und die einwirkenden Kr\u00e4fte messen. <\/p>\n F\u00fcr Trainings- und Erfolgskontrollen ist die Kennzahl deutlich besser geeignet, denn ein Fahrer, der nicht in die Pedale tritt, sondern das Fahrrad vielmehr einen Berg hinabrollt l\u00e4sst, leistet keine Arbeit im physikalischen Sinne und erbringt damit auch keine bzw. eine Leistung von 0 Watt.<\/p>\n Nun gibt es beim Laufen weder Pedal noch Kurbel, so dass eine gewisse Herausforderung besteht, die Leistung zu ermitteln. F\u00fcr genau diese Herausforderung hat Styrd eine L\u00f6sung parat – das Stryd Running Power Meter.<\/p>\n Sportuhr, Fitness Tracker, HR-Brustgurt – alles schon mal geh\u00f6rt. Der Begriff Power Meter hingegen ist f\u00fcr viele neu. Am Ende des Tages bezeichnet er aber im Rad- wie auch im Laufsport eine Vorrichtung, welche die erbrachte Leistung ermitteln kann. <\/p>\n Und genau um eine solche Vorrichtung in Form eines kleinen Sensors handelt es sich beim Stryd Running Power Meter. Wie und wo ein solcher Sensor befestigt wird, unterscheidet sich von Produkt zu Produkt. H\u00e4ufig werden die Ger\u00e4te f\u00fcr den Laufsport am Schuh befestigt und auch das Produkt von Stryd in der aktuellen Version findet dort seinen Platz.<\/p>\n Bevor sich gleich alles um die Technik und die Funktionen des Stryd dreht, werfen wir noch schnell einen Blick auf die Produktdarstellung und den Lieferumfang.<\/p>\n Stryd Running Power Meter – Verpackung<\/p><\/div>\n Das Stryd Running Power Meter ist im Regelfall nur \u00fcber die Webseite des Herstellers zu beziehen, der jedoch weltweit und innerhalb k\u00fcrzester Zeit liefert. Im Einzelhandel ist das Produkt schwerlich zu finden. <\/p>\n Erreicht hat mich eine kleine, schwarze Verpackung, die h\u00e4lftig aus einen transparenten und stabilen Kunststoff den Blick auf den Stryd Sensor sofort freigibt. <\/p>\n Stryd Running Power Meter – Inhalt<\/p><\/div>\n Die Verpackung mutet beinahe puristisch an, denn au\u00dfer dem stylisch eingebetteten Sensor und einem gepr\u00e4gten Schriftzug gibt es auf f\u00fcnf der sechs Seiten der Verpackung nichts zu sehen. Alleinig auf der R\u00fcckseite sind ein paar wenige Informationen in Englisch aufgedruckt.<\/p>\n Die Vermutung liegt nahe, dass Stryd sich nicht m\u00fchen muss, durch Informationen auf der Produktbox potentielle K\u00e4ufer zu \u00fcberzeugen. Wer auf Stryd aufmerksam wird, der wei\u00df ziemlich genau, wonach er sucht und der wei\u00df ebenso, dass es wenig Konkurrenz am Markt gibt. <\/p>\n Stryd Running Power Meter – Ladeschale + USB-Kabel<\/p><\/div>\n Ebenso aufger\u00e4umt wie das \u00c4u\u00dfere, gibt sich auch der Verpackungsinhalt. Im Lieferumfang befinden sich:<\/p>\n Alles in allem ist die Aufmachung des Produkts hochwertig. Statt d\u00fcnner Pappe wird fester Karton genutzt und selbst die transparente Abdeckung ist mit 2mm Materialst\u00e4rke deutlich stabiler als alles, was bisher hier durch meine H\u00e4nde gegangen ist. Mal schauen, ob das Produkt h\u00e4lt, was die Verpackung verspricht.<\/p>\n Den guten Eindruck von der Aufmachung der Verpackung kann das Produkt problemlos fortsetzen. Der kleine Sensor in Tropfenform misst gerade einmal 30 x 40mm und wiegt nur ein paar Gramm. Die leicht gummierte Oberfl\u00e4che weist das gleiche konzentrische, aber unregelm\u00e4\u00dfige Relief auf, das bereits die Verpackung pr\u00e4gt. Die b\u00fcndig integrierte LED durchbricht die ansonsten schwarze Farbgebung.<\/p>\n Stryd Running Power Meter – Sensor<\/p><\/div>\n Spaltma\u00dfe gibt es nicht, die Verarbeitung des Sensors wirkt wie aus einem Guss. Das trifft im Gro\u00dfen und Ganzen auch zu, denn das Power Meter l\u00e4sst eine Buchse oder Kontakte f\u00fcr ein Ladekabel vermissen. <\/p>\n Stryd Running Power Meter – Ladeschale<\/p><\/div>\n Das Laden geschieht induktiv \u00fcber die Ladeschale und \u00e4hnlich wie bei neueren Smartphones: Einfach den Sensor auf die Ladeschale legen und das Laden des kleinen, verbauten Akkus geschieht kontaktlos. <\/p>\n Dass es sich um eben die gleiche Technik wie beim Smartphone handelt, zeigt der Umstand, dass eben auch das Smartphone geladen wird, wenn man es auf die Ladeschale des Stryd legt.<\/p>\n Stryd Running Power Meter – Clip<\/p><\/div>\n Befestigt wird der Sensor mit einem Clip, so dass er auf dem Spann des Schuhs sitzt und sich um die Schn\u00fcrsenkel „klammert“. Sitzt der Clip ersteinmal richtig in den daf\u00fcr vorgesehenen Kerben, h\u00e4lt die Befestigung bombenfest. Dass der Sensor beim Laufen verloren geht, halte ich f\u00fcr ausgeschlossen, denn es braucht schon einiges an Kraft, um die Befestigung wieder zu l\u00f6sen.<\/p>\n Im Inneren des Stryd Running Power Meters sitzen mehrere Sensoren, die die Bewegung dreidimensional im Raum vermessen k\u00f6nnen. Die Art der Sensorik d\u00fcrfte sich nicht wesentlich von der moderner Sportuhren bzw. Fitnessarmb\u00e4nder unterscheiden, auch wenn diese f\u00fcr den speziellen Anwendungsfall optimiert sein d\u00fcrften.<\/p>\n Der gro\u00dfe Unterschied liegt in der Auswertung der Daten und hier f\u00e4ngt die Magie an. Magie, weil es Stryd versteht, die unterschiedlichen Werte zu einem Wert, n\u00e4mlich der Leistung, zu aggregieren. Das hat Vor- und Nachteile. Dazu aber sp\u00e4ter mehr.<\/p>\n Da es sich beim Stryd um einen Laufsensor handelt, braucht es zur Anzeige und Auswertung der Daten ein Smartphone oder eine Sportuhr. <\/p>\n Das Thema Smartphone ist schnell abgehandelt, denn das Power Meter \u00fcbertr\u00e4gt seine Daten per Bluetooth Smart an iOS bzw. Android App, die beiden kostenlos erh\u00e4ltlich sind.<\/p>\n Die Stryd App ist die einzige App, die die Daten des Stryd Power Meter direkt auswerten kann. Runtastic, Runkeeper und Co. k\u00f6nnen mit dem Datenstrom selbst nichts anfangen, so dass die Werte dort auch nicht ersichtlich sind.<\/p>\n Die M\u00f6glichkeiten der Stryd App sind \u00fcberschaubar. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich damit die Aufzeichnung von L\u00e4ufen starten. W\u00e4hrend der Aufzeichnung stehen dann die Live-Werte zu<\/p>\n zur Verf\u00fcgung. In der App k\u00f6nnen auch die vergangenen Aufzeichnungen angesehen werden, der Zugriff auf alle der o.g. Werte fehlt jedoch. So muss man auf Bodenkontaktzeiten in der Auswertung genauso verzichten, wie auf die Angaben zur vertikalen Oszillation. Daf\u00fcr sieht man Angaben zu den H\u00f6henmeter in der App. Das ist ein bisschen schade, denn gerade Bodenkontaktzeit und vertikale Oszillation sind Metriken, die Aufschluss \u00fcber den Laufstil geben.<\/p>\n Da ich kein Freund davon bin, mein Smartphone beim Laufen mit mir zu f\u00fchren, habe ich die M\u00f6glichkeit dankbar angenommen, das Power Meter mit meiner Garmin vivoactive HR zu koppeln. Das funktioniert, weil Garmin es mit seiner Plattform Connect IQ Drittanbietern erm\u00f6glicht, eigene Anwendungen auf den Garmin-Produkten laufen zu lassen. F\u00fcr Ger\u00e4te mit Connect IQ stehen zwei unterschiedliche Wege zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n Stryd bietet eine komplette kleine App an, die \u00fcber Garmin Connect auf die Sportuhr \u00fcbertragen und separat gestartet werden kann. Der Funktionsumfang der kleinen App ist schmal und beschr\u00e4nkt sich auf das Starten und Stoppen von Aufzeichnungen.<\/p>\n Auch wenn die Darstellung etwas lieblos erscheint, so hat man doch Zugriff auf alle Live-Daten, die sich \u00fcber drei Datenseiten verteilen.<\/p>\n Eine vierte Datenseite zeigt anhand einer Skala an, in welcher Watt-Zone (analog HF-Zonen) man sich gerade befindet.<\/p>\n Die Werte werden (zumindest auf der vivoactive HR) nur in der App angezeigt. Nutzt man das Datenfeld, kann man nur auf die aktuelle Leistung zur\u00fcckgreifen.<\/p>\n<\/li>\n Wem die M\u00f6glichkeit fehlt, auf die vielf\u00e4ltigen Daten der vivoactive HR w\u00e4hrend des Laufens zur\u00fcckgreifen und die Datenseiten konfigurieren zu wollen, der muss auf die App verzichten und das Stryd Datenfeld nutzen. Einmal \u00fcber Garmin Connect installiert, steht das neue Datenfeld zur Verf\u00fcgung, das in die eigenen Datenseiten eingebettet werden kann.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n Die L\u00f6sung mittels Datenfeld ist f\u00fcr mich die charmantere L\u00f6sung, weil ich auf die \u00fcbrigen Features und Datenfelder der vivoactive HR nicht verzichten muss. Das mag sich in Zukunft \u00e4ndern, wenn man st\u00e4rker einzelne Aspekte des Laufens bzw. Laufstils trainieren und dazu die Werte des Stryd Power Meters nutzen m\u00f6chte.<\/p>\n Garmin Connect – Stryd<\/p><\/div>\n T\u00e4uschen mag ein wenig, dass beim Datenfeld nur der Leistungswert angezeigt wird, denn bei der Nutzung des Datenfeldes werden dennoch s\u00e4mtliche Daten vom Sensor entgegen genommen und an Garmin \u00fcbermittelt. So sind in der Garmin App und im Web-Portal alles Daten des Stryd Power Meters sinnvoll aufbereitet sichtbar.<\/p>\n Das ganze funktioniert nat\u00fcrlich nicht nur mit der Garmin vivoactive HR, sondern mit einer Reihe von Sportuhren verschiedener Hersteller. Weil es doch eine ganze Menge ist, die auch noch Unterschiede im Funktionsumfang aufweisen, habe ich mal folgende Informationen von der Stryd-Webseite \u00fcbertragen.<\/p>\n\n<\/a><\/p>\n
T\u00fccken der Herzfrequenz<\/h3>\n
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T\u00fccken des Pace<\/h3>\n
Leistung in Watt – Leistungsindikator ohne Abh\u00e4ngigkeiten<\/h3>\n
Power Meter – Eine Begriffskl\u00e4rung<\/h3>\n
Stryd Unboxing<\/h3>\n
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Stryd Power Meter – Der erste Eindruck<\/h3>\n
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Funktionsweise des Stryd<\/h3>\n
Stryd Power Meter mit und ohne Sportuhr<\/h3>\n
Stryd in Verbindung mit dem Smartphone<\/h4>\n
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Stryd in Verbindung mit der Sportuhr<\/h4>\n
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Kompatible Ger\u00e4te im \u00dcberblick<\/h5>\n