{"id":6179,"date":"2017-08-27T12:15:05","date_gmt":"2017-08-27T10:15:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fitness-tracker-test.info\/?p=6179"},"modified":"2020-07-05T12:22:04","modified_gmt":"2020-07-05T10:22:04","slug":"jabra-elite-sport-test","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fitness-tracker-test.info\/jabra-elite-sport-test\/","title":{"rendered":"Jabra Elite Sport Test"},"content":{"rendered":"
Mit Musik auf den Ohren wird jede Anstrengung leichter. Das gilt offenbar nicht nur f\u00fcr mich, schenkt man den unz\u00e4hligen getragenen Kopfh\u00f6rern in Parks und Sportstudios Glauben. Damit das H\u00f6ren nicht selbst zur Anstrengung wird, gibt es zwei wesentliche Anforderungen an Kopfh\u00f6rer: Soundqualit\u00e4t und Tragekomfort sollen hohen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen.<\/strong><\/p>\n Mit dem Elite Sport hat Jabra einen Bluetooth-Kopfh\u00f6rer im Angebot, der auf dem Papier beide Anforderungen zu erf\u00fcllen verspricht. Das Besondere daran ist, dass man beim Elite Sport jegliche Bewegungsfreiheit genie\u00dft, denn die Kopfh\u00f6rer sind kabellos – wirklich kabellos. Ich habe mir den Kopfh\u00f6rer mehrere Wochen angeguckt und vor allem angeh\u00f6rt. Hier ist das Ergebnis des Jabra Elite Sport Tests.<\/p>\n Jabra liefert den Elite Sport Kopfh\u00f6rer in einer etwa Taschenbuch gro\u00dfen Verpackung aus festem Karton, die im klassischen gelb-grauen Design des Herstellers gehalten ist. <\/p>\n Jabra Elite Sport – Verpackung<\/p><\/div>\n Die Vorderseite zeigt das Objekt der Begierde. Auf den anderen Fl\u00e4chen der Verpackung finden sich Fotos von Sportlern und Produktinformationen.<\/p>\n Jabra Elite Sport – Packungsinhalt<\/p><\/div>\n Wie beim Jabra Sport Pulse l\u00e4sst sich die Pappschachtel, deren Vorderseite mit einem kleinen Magnetverschluss gehalten wird, zur Seite hin aufklappen. Dahinter verbirgt sich nochmal eine transparente, eingeklebte Folie, die das Herauspurzeln des Verpackungsinhalt verhindert. Dennoch hat man bereits jetzt den Blick frei auf einen guten Teil des Lieferumfangs. <\/p>\n Jabra Elite Sport – Zubeh\u00f6r<\/p><\/div>\n Der Verpackungsinhalt besteht aus<\/p>\n Dahinter versteckt finden sich noch<\/p>\n Wie beim Sport Pulse ist der Umfang zwar nicht besonders gro\u00df, auf jeden Fall aber ordentlich sortiert und sauber dargeboten.<\/p>\n Normalerweise widme ich mich den Funktionen ja ein wenig sp\u00e4ter im Testbericht. Ich glaube, dass es bei den Elite Sport ganz gut ist zu erkl\u00e4ren, was das Produkt alles kann, um die ein oder andere (positive, wie negative) Kritik besser einordnen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n Beim Elite Sport handelt es sich um kabellose Bluetooth-Kopfh\u00f6rer. Das mag zun\u00e4chst nicht weiter \u00fcberraschen, ist doch Bluetooth eine Drahtlos-Technologie. Kabellos meint hier aber wirklich kabellos. Sind bei den meisten Bluetooth-Kopfh\u00f6rern die beiden H\u00f6rer mit einem Kabel bzw. einen Steg miteinander verbunden, sucht man Vergleichbares beim Elite Sport vergebens. Auch hier wird das Audiosignal \u00fcber Funk \u00fcbertragen.<\/p>\n<\/li>\n Ein besonderes Highlight ist der integrierte, optische Sensor zur Pulsmessung im rechten Kopfh\u00f6rer-Teil. Und damit es nicht albern aussieht, wenn das gr\u00fcn-pulsierende Licht handels\u00fcblicher optischer HF-Sensoren die Ohren zum Leuchten bringt, verwendet Jabra Licht im Infrarot-Bereich.<\/p>\n<\/li>\n Die HF-Messung funktioniert nicht nur zusammen mit der kostenfreien Jabra Sports App, sondern auch mit den g\u00e4ngigen hardwareunabh\u00e4ngigen Sport Apps, die den Elite Sport als Bluetooth HF-Sensor erkennen.<\/p>\n<\/li>\n Die \u201eHear Through\u201c benannte Funktion ist aus meiner Sicht f\u00fcr all diejenigen interessant, die den Kopfh\u00f6rer im Stra\u00dfenverkehr nutzen wollen – Sport hin oder her. Hear Through sorgt daf\u00fcr, dass Ger\u00e4usche aus der Umgebung mittels zweier kleiner Mikrofone aufgenommen und in die Audiowiedergabe eingemischt werden, so dass Fahrradklingeln, Sirenen o.\u00e4. trotz lauter Musik und Abschirmung geh\u00f6rt werden.<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n Nicht jedes tolle Produkt hat eine ansprechende Verpackung und nicht jede tolle Verpackung beinhaltet eine \u00fcberzeugendes Produkt, beides sind aber eher die Ausnahmen. Folglich sind meine Erwartungen, auch aufgrund des Preises, ziemlich gro\u00df und doch kann Jabra sie in vielen Punkten erf\u00fcllen.<\/p>\n Jabra Elite Sport<\/p><\/div>\n Nat\u00fcrlich habe ich zun\u00e4chst nach den Kopfh\u00f6rern gegriffen. Deren Gewicht ist relativ hoch und verglichen mit den Jabra Sport Pulse auch ein gutes St\u00fcck gr\u00f6\u00dfer. Das verwundert jedoch nicht, wenn man sich vor Augen h\u00e4lt, dass in beiden Kopfh\u00f6rer-Teilen nebst Treiber und signalverarbeitender Elektronik auch noch der Akku, ein kleines Mikrofon und die Elektronik f\u00fcr die Funk\u00fcbertragung Platz finden muss. Zus\u00e4tzlich befindet sich im rechten Kopfh\u00f6rer auch noch der optischen Sensor zur HF-Messung.<\/p>\n Jabra Elite Sport – Optischer Infrarot-Sensor zur Pulsmessung<\/p><\/div>\n In Summe also eine Menge an Technik, die Platz einfordert und sich im Gewicht niederschl\u00e4gt.<\/p>\n An der Verarbeitung der Kopfh\u00f6rer ist nichts auszusetzen. Die Fl\u00e4chen sind sauber gearbeitet und Spalten nicht zu erkennen bzw. die Spaltma\u00dfe so gering, dass sie nicht ins Gewicht fallen.<\/p>\n Was f\u00fcr den Kopfh\u00f6rer gilt, setzt sich in der Ladeschale bzw. im Ladeetui fort. Auch diese f\u00fchlt sich zun\u00e4chst unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig schwer an, ist aber solide gearbeitet. Da wackelt und knarzt nichts. Der Deckel schlie\u00dft sp\u00fcrbar satt und wird sich im Alltag auch nicht von alleine \u00d6ffnen. Daf\u00fcr ist der Federmechanismus einfach zu kr\u00e4ftig.<\/p>\n Jabra Elite Sport – Ladeetui<\/p><\/div>\n Das Gewicht erkl\u00e4rt sich aber nicht nur aufgrund der Bauweise und der Materialien, sondern vor allem aufgrund des integrierten Akkus, der die Elite Sport bis zu 2x vollst\u00e4ndig laden kann, auch wenn die Ladeschale nicht per USB-Kabel an eine Stromquelle angeschlossen ist. Dazu m\u00fcssen die Kopfh\u00f6rer einfach in die Ladeschale gelegt und diese geschlossen werden.<\/p>\n Jabra Elite Sport – Ladeetui mit Ladekabel<\/p><\/div>\n Die L\u00f6sung \u00fcberzeugt mich, weil sie momentan der beste Kompromiss aus Gr\u00f6\u00dfe der Kopfh\u00f6rer, \u00fcberschaubarer Akkulaufzeit (bis zu 3h) und Portabilit\u00e4t ist. Zugegeben, einen Marathon werde ich in meinem Leben damit nicht schaffen, f\u00fcr die Laufrunden oder das Sportstudio sind sie nat\u00fcrlich hervorragend geeignet.<\/p>\n Da ich das Etui zur Aufbewahrung der Kopfh\u00f6rer nutze, sind sie im Regelfall f\u00fcr die n\u00e4chste Nutzung wieder aufgeladen. Jedenfalls besser und handlicher, als die Kopfh\u00f6rer direkt per USB-Kabel mit Strom zu versorgen.<\/p>\n Hin und wieder muss das Ladeetui selbst \u00fcber den Mikro-USB-Anschluss geladen werden. Eine kleine Status-LED am USB-Anschluss gibt \u00fcber den Ladevorgang der Ladeschale Auskunft, zwei kleine LED an der Vorderseite \u00fcber den der Kopfh\u00f6rer.<\/p>\n Vielleicht nicht f\u00fcr jedes, aber f\u00fcr eine ganze Reihe unterschiedlicher kleiner und gro\u00dfer Ohren legt Jabra die Ear Wings und die Ear Gels\/Ear Tips bei, um f\u00fcr ein angenehmes Tragen zu sorgen. Form und Funktion folgen im Wesentlich den Passformen, die auch beim Sport Pulse beiliegen.<\/p>\n Bei den Ear Wings sind die Kanten nicht ganz sauber entgratet und das Silikon sieht etwas ausgefranst aus. Nichts, was im Gebrauch st\u00f6rt, aber eben auch nichts, was den tollen ersten Eindruck weiter unterstreicht.<\/p>\n Jabra Elite Sport – Ear Tips aus Schaumstoff (ausgedehnt vs. zusammengedr\u00fcckt)<\/p><\/div>\n Ich kann mich auch bei den Elite Sport eher mit den Ear Tips aus Schaumstoff anfreunden. Die Silikon-Variante ist nicht schlecht, die Schaumstoff-St\u00f6psel sitzen einfach besser im Geh\u00f6rgang, weil sie sich nach anf\u00e4nglichem Zusammendr\u00fccken wieder ausdehnen und den Geh\u00f6rgang gut abschlie\u00dfen. Das sorgt nicht nur f\u00fcr einen guten Sitz, sondern auch f\u00fcr ein hervorragendes Abschirmen der Umgebungsger\u00e4usche.<\/p>\n Die Abschirmung war beim Sport Pulse so hoch, dass ich mich beim Laufen schon h\u00e4ufiger umdrehen musste, weil ich das Gef\u00fchl hatte, mich auf mein Geh\u00f6r nicht mehr richtig verlassen zu k\u00f6nnen. Weil das bei den Elite Sport genauso ist, freut mich die Hear Through Funktion nat\u00fcrlich umso mehr.<\/p>\n Einen Kritikpunkt gibt es dennoch und der ist in meinen Augen auch gar nicht so klein: Die Ear Wings sollen ja daf\u00fcr sorgen, dass der Kopfh\u00f6rer wirklich fest im Ohr sitzt, indem sich der kleine \u201eSilikon-Wing\u201c in der Ohrmuschel \u201everkeilt\u201c. Leider sitzt die Manschette des Ear Wings nicht so fest am Kopfh\u00f6rer, wie es noch beim Sport Pulse der Fall war. Das hat zur Folge, das gerade zu Beginn, wenn man noch etwas unge\u00fcbt beim Einsetzen der Kopfh\u00f6rer ist, der Ear Wing leicht vom Kopfh\u00f6rer rutscht und der Kopfh\u00f6rer dann nicht mehr fest im Ohr sitzt. <\/p>\n Jabra Elite Sport – Locker Sitz der Ear Wings<\/p><\/div>\n Weil das noch beim Einsetzen des Kopfh\u00f6rers ist, f\u00e4llt es in der Regel fr\u00fch auf und man kann den Kopfh\u00f6rer wieder aus dem Ohr nehmen, den Ear Wings \u201ezurechtschieben\u201c und das Einsetzen erneut versuchen. Echt wichtig dabei ist darauf zu achten, dass der Wing auf den kleinen Plastiksteg am Kopfh\u00f6rer gesetzt wird. Der soll das verrutschen zwar vermeiden, verhindern kann er es aber nicht.<\/p>\n Jabra Elite Sport – Locker Sitz der Ear Wings<\/p><\/div>\n Um ehrlich zu sein, das passiert mir selbst nach sechs Wochen Nutzung noch und jedes mal \u00e4rgere ich mich dar\u00fcber. Ich denke, es ist eine Kleinigkeit f\u00fcr Jabra da den Halt zu verbessern. Letztendlich tauscht man ja die Ear Wings auch gar nicht so h\u00e4ufig, so dass ich lieber ein bisschen mehr Fummelarbeit beim erstmaligen Wechseln der Fl\u00fcgelchen, als bei jedem Einsetzen zu haben.<\/p>\n Ich m\u00f6chte nat\u00fcrlich nicht ausschlie\u00dfen, dass ich mich einfach zu dumm anstelle.<\/p>\n Die Benutzung des Elite Sport ist denkbar einfach. Befinden sich die Kopfh\u00f6rer in der Ladeschale und der Deckel ist geschlossen, sind die beide Kopfh\u00f6rer ausgeschaltet. Beim \u00d6ffnen des Deckels werden beide aktiviert. Winzig kleine LED an beiden Kopfh\u00f6rern geben \u00fcber den Zustand Auskunft.<\/p>\n Nat\u00fcrlich lassen sich die Elite Sport auch ohne Ladeschale aktiveren und deaktivieren. Auf dem rechten Kopfh\u00f6rer steht daf\u00fcr die Multifunktionstaste zur Verf\u00fcgung, auf dem linken Kopfh\u00f6rer die \u201eLeiser\u201c-Taste f\u00fcr die Lautst\u00e4rke. Auch hier zeigen die LED den Status an – was mir allerdings nichts n\u00fctzt, wenn ich den Kopfh\u00f6rer im Ohr habe. Die imposante Startmelodie tut es aber auch.<\/p>\n Auch einzeln ist der Elite Sport nutzbar, dann aber nur der rechte Kopfh\u00f6rer, der die Verbindung mit dem Smartphone herstellt. Die beiden Kopfh\u00f6rer verbinden sich automatisch, wenn sie nicht mehr als 25 Zentimeter voneinander entfernt sind.<\/p>\n Ich fange mal mit der Sport-Taste am rechten Kopfh\u00f6rer an. Dieser erlaubt die Jabra Sport App zu starten, das Training zu starten, zu pausieren, fortzusetzen und zu beenden. Ebenso l\u00e4sst sich so der Status kurz ansagen. Der Griff zum Smartphone kann entfallen und ist schon aus diesem Grund goldwert. Nichts mag ich weniger, als mit schwei\u00dfnassen H\u00e4nden nach der teueren Elektronik zu greifen. <\/p>\n Jedenfalls, kann ich mein Smartphone schon sicher verstauen und muss nicht zun\u00e4chst am Touchscreen alles starten, um es dann schnell zu verstauen, bevor es auf die Strecke geht. <\/p>\n \u00dcber die Multifunktionstaste, die ebenfalls am rechten Kopfh\u00f6rer ist, l\u00e4sst sich die Musikwiedergabe starten und pausieren, sowie ein Anruf annehmen, beenden oder ablehnen. Dazu reicht ein einmaligen bzw. doppeltes Antippen aus. Wird die Multifunktionstaste ca. 1 Sekunde gehalten, wird auf dem gekoppelten Smartphone Siri, Google Now oder Cortana aktiviert. Ein kurzes doppeltes Dr\u00fccken der Taste aktiviert bzw. deaktiviert Hear Through. Dazu gleich mehr\u2026<\/p>\n Am linken Kopfh\u00f6rer befinden sich die beiden Tasten zur Lautst\u00e4rkeregelung, die durch langes Antippen auch genutzt werden k\u00f6nnen, um zum n\u00e4chsten bzw. dem vorherigen Bild zu springen.<\/p>\n Die L\u00f6sung mit dem ca. 2 Sekunden langen antippen zum \u00dcberspringen von Titeln ist nicht so meins. Gerade beim Sport sind zwei Sekunden einfach eine Ewigkeit. Ist man am Laufen fehlt der Arm beim Pendeln, wenn er zwei Sekunden am Ohr zugange ist. Was dem Elite Sport hier wirklich gut zu Gesicht stehen w\u00fcrde, w\u00e4re eine Tap-L\u00f6sung, wie beim Fitbit Alta HR. Das reagiert n\u00e4mlich auf Antippen und zwar nicht per Touch, sondern registriert durch den Beschleunigungssensor.<\/p>\n Das w\u00fcrde auch beim Elite Sport erlauben einfach zweimal kurz dagegen zu tippen, um zum n\u00e4chsten Lied bzw. dreimal zu tippen, um zum vorherigen Lied zu kommen. Klar ist das mein Wunschkonzert, aber manchmal muss man W\u00fcnsche ja \u00e4u\u00dfern, bevor sie erf\u00fcllt werden.<\/p>\n In Summe sind es schon eine ganze Menge an Funktionen, die man alleine \u00fcber die vier Tasten an den beiden Kopfh\u00f6rern aufrufen kann. Dass die nicht nach 3 Tagen alle verinnerlicht sind ist klar. Ich nutze aber selbst auch nur einen kleinen Teil, so dass es sich wirklich auf ein paar Dinge beschr\u00e4nkt, die sich h\u00e4ufig wiederholen.<\/p>\n Der Elite Sport ist in erster Linie ein Sportkopfh\u00f6rer und das in zweierlei Hinsicht. Zum einen ist er Begleiter beim Sport unter freiem Himmel. Dabei ist es egal, ob es sich um Laufen, Radfahren o.\u00e4. handelt – die Jabra Sports App h\u00e4lt die wichtigsten Sportarten bereit, von denen manche das GPS-Signal des Smartphones nutzen, andere hingegen darauf verzichten:<\/p>\n W\u00e4hrend der sportlichen Aktivit\u00e4t informiert eine angenehme Frauenstimme \u00fcber die wichtigsten Daten, wie z.B. Dauer, Distanz, Herzfrequenz und Herzfrequenzzone. Das alles l\u00e4sst sich nat\u00fcrlich in der App konfigurieren, so dass ihr aus folgender Liste von Ansagen w\u00e4hlen k\u00f6nnt:<\/p>\n Dazu braucht es aber immer die App. Ohne das Mitf\u00fchren eines Smartphones funktioniert die Aufzeichnung von Aktivit\u00e4ten einfach nicht.<\/p>\n Neben der Begleitung beim Sport unter freiem Himmel, h\u00e4lt der Elite Sport bzw. die Jabra Sports App noch ein feines Coaching f\u00fcr Fitness- und Kraft\u00fcbungen bereit: In der App kann aus einer Reihe von Zirkeltrainings mit unterschiedlichen \u00dcbungen gew\u00e4hlt werden. Nach dem Start des Trainings \u00fcber die App oder durch Tastendruck am Ohrh\u00f6rer z\u00e4hlen Kopfh\u00f6rer und App die Wiederholungen und melden sich zwischendurch bei Erreichung der H\u00e4lfte der Wiederholungen, sowie zum Ende der \u00dcbung. <\/p>\n Auch die Dauer und das Ende der Pausen werden \u00fcber den Kopfh\u00f6rer mitgeteilt. Jede neue \u00dcbung kann entweder \u00fcber das Smartphone oder durch erneutes Dr\u00fccken der Sporttaste gestartet oder pausiert werden.<\/p>\n Wirklich neugierig war ich die „Hear Through“ getaufte Technologie. Mit Hilfe der kleinen Mikrofone, die in beiden Kopfh\u00f6rern verbaut sind, werden Ger\u00e4usche aus der Umgebung aufgenommen und in das Audiosignal eingemischt. Damit sollen auch Gespr\u00e4che bei der sonst sehr guten Abschirmung m\u00f6glich sein. So gut wie auf dem Papier klingt das Ergebnis leider nicht. Vorweg – funktionieren tut das Konzept, nur leider mit Abstrichen.<\/p>\n Schon beim Aktivieren von Hear Through per App oder Knopfdruck ist ein deutliches Grundrauschen wahrnehmbar, das zwar vom eigentlich Audiosignal teilweise \u00fcberdeckt wird – h\u00f6rbar bleibt es dennoch. Einpr\u00e4gsamer ist aber die Qualit\u00e4t der eingemischten Umgebungsger\u00e4usche, denn vieles wirkt blechern und \u00fcbersteuert. Das Knistern einer Papiert\u00fcte vom B\u00e4cker war im S-Bahn-Wagen \u00fcberdeutlich wahrnehmbar, auch wenn besagte Papiert\u00fcte rund zwei Meter entfernt war. Es ist nur eines von vielen Beispielen. <\/p>\n Gleichsam erf\u00e4hrt man bei der Bedienung der Elite Sport eine ganz neue auditive Erfahrung, denn die eignen Finger sorgen beim Antippen immer f\u00fcr ein deutlich h\u00f6rbare Reaktion der Mikrofone.<\/p>\n Dennoch funktioniert der Ansatz, auch wenn er in meinen Augen kein Blumentopf gewinnen wird. Die Umgebung nimmt man sicherlich mehr wahr, wenn auch mit einschr\u00e4nkender Qualit\u00e4t.<\/p>\n Auch wenn ich die App im Sport Pulse Test<\/a> bereits einmal vorgestellt habe, soll es hier noch einmal eine kleine Zusammenfassung geben.<\/p>\n Die App gliedert sich in die folgenden Bereiche:<\/p>\n Am ehesten wird man sich wohl im Bereich „Training“, „Mein K\u00f6rper“ und „Verlauf“ aufhalten. Das gilt jedenfalls f\u00fcr mich. Vorher sollten wir jedoch einen Blick auf den VO2<\/strong><\/sub>max-Test werfen.<\/p>\n VO2<\/strong><\/sub>max ist ein Zahlenwert, der Auskunft dar\u00fcber gibt, wie gut der K\u00f6rper auf k\u00f6rperliche Belastung reagiert. F\u00fcr die Laien unter uns: Er beschreibt, wie fit man ist. Das ist aus physiologischer Sicht nat\u00fcrlich so nicht ganz richtig, muss aber f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis reichen.<\/p>\n Normalerweise kann der Wert nur aufwendig im Labor bestimmt werden, doch es ein paar gute N\u00e4herungsverfahren, von denen auch Jabra Gebrauch macht. Es braucht mindestens 15 Minuten Laufen, um durch Kopfh\u00f6rer und App den VO2<\/strong><\/sub>max-Wert bestimmen zu lassen. Voraussetzung ist das Erreichen einer bestimmten Herzfrequenz (also k\u00f6rperlichen Anstrengung). Anhand der Herzfrequenz und der Daten, die per Smartphone und GPS ermittelt werden, bestimmen komplexe Algorithmen dann den VO2<\/strong><\/sub>max-Wert.<\/p>\n Die Messung wird mit der Zeit genauer, so dass es weniger entt\u00e4uschen, als vielmehr motivieren sollte den Test zu wiederholen. Und selbst ich, der ja doch recht viel mit unterschiedlichster Sportelektronik unterwegs bin, bekomme weiterhin nur eine durchschnittliche Fitness bescheinigt. Entt\u00e4uschend ja, aber motivierend zugleich.<\/p>\n Wer schnell starten m\u00f6chte, kann \u00fcber den Punkt „Training“ Aktivit\u00e4ten ad-hoc aufzeichnen. Wer ein Ziel vor Augen hat (u.a. Zeit, Distanz, Kalorienverbrauch, Tempo, HF-Zone), kann das Training danach gestalten oder einfach z\u00fcgellos sich auf den Weg machen und sich einfach „verfolgen lassen“. Auch Intervall-Trainings sind m\u00f6glich, immer mit dem Vorteil, dass die Informationen per Sprachansage aufs Ohr kommen.<\/p>\n Damit ein bisschen Abwechslung in Sportleben kommt, schl\u00e4gt Jabra \u00fcbrigens wechselnde Sportarten vor.<\/p>\n Verglichen mit anderen Sport-Apps sieht die Sport App von Jabra etwas n\u00fcchtern aus. W\u00e4hrend der Trainingsaufzeichnung finden sich auf der ersten Datenseite nur zwei Datenfelder, die sich zwar konfigurieren lassen, aber doch viel Platz lassen. Mehr Infos bietet die zweite Datenseite, die per Wischen erreicht werden kann. Hier sind es sieben Datenfelder, die sich ebenfalls frei w\u00e4hlen lassen.<\/p>\n W\u00e4hrend der Aufzeichnung meldet sich die App immer wieder mit einem kurzes Zwischenergebnis. Das funktioniert \u00e4hnlich wie z.B. bei Runtastic und l\u00e4sst sich detailliert einstellen. Die Sprachqualit\u00e4t ist brilliant und wirkt nie synthetisch. Nach der Aufzeichnung wird die gesamte Zusammenfassung mittels Kopfh\u00f6rer \u00fcbertragen. <\/p>\n Ein bisschen Farbe h\u00e4tte der App wirklich gut getan. Wie gesagt, es ist nicht schlecht, aber Runtastic und Co. dann doch einfach h\u00fcbscher und vielleicht auch vollst\u00e4ndiger. St\u00f6rt mich aber weiter nicht, weil ich ja eben einfach zu Runtastic, Endomodo und Co. wechseln kann.<\/p>\n Wer ein bisschen Unterst\u00fctzung bei der Planung des eigenen Trainings ben\u00f6tigt, findet in der Funktion „Trainingsplan“ einen Helfer. In Abh\u00e4ngigkeit des Ziels, plant die Jabra App Trainingseinheiten f\u00fcr die kommenden Wochen und Monate. <\/p>\n Anspruchsvoll ist die Zeitplanung allemal, denn schon f\u00fcr die niedrigste Zielstufe „Erhalt der Fitness“ schl\u00e4gt die App drei Trainingstermine pro Woche vor. Zur „kontinuierliche Steigerung“ muss man bereits viermal die Woche antreten. Nur einen Tag sportfrei hat man bei der Zielsetzung „sehr deutliche Verbesserung“.<\/p>\n Drei mal pro Woche Sport unterzubringen ist nicht nur f\u00fcr Berufst\u00e4tige schwer. Ich glaube, dass ein seichterer Einstieg die Chancen erh\u00f6ht, dass der Trainingsplan langfristig genutzt wird. Wenn ich es schon anfangs zeitlich oder konditionell nicht schaffe, dann mag das schnell demotivieren.<\/p>\n Insgesamt dennoch eine Funktion mit Potential, auch wenn ihr ein bisschen mehr Flexibilit\u00e4t fehlt.<\/p>\n Ebenfalls sehr ansprechend umgesetzt ist die Funktion „Cross-Training“. Ich w\u00fcrde es ja durchweg als Zirkel-Training ohne Ger\u00e4te bezeichnen, aber was soll’s. Neben der M\u00f6glichkeit auf einen der 13 vorgegeben Zirkel zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen, k\u00f6nnen eigene Zirkel aus 50+ \u00dcbungen zusammengestellt werden.<\/p>\n Zun\u00e4chst toll, dass es beiden M\u00f6glichkeiten gibt, noch toller wird es aber wenn so ein Cross-Training durchgef\u00fchrt wird. Dann n\u00e4mlich erfolgt die Leitung des Trainings per Durchsage \u00fcber die Kopfh\u00f6rer in bester Sprachqualit\u00e4t. <\/p>\n Die Wiederholungen mancher \u00dcbungen erkennt Jabra anhand der Kopfbewegungen, so dass die \u00dcbung erst dann beendet ist, wenn alle Wiederholungen erkannt wurden. Alternativ kann man eine \u00dcbung nat\u00fcrlich auch manuell beenden und zur n\u00e4chsten springen.<\/p>\n Im Verlauf sind alle aufgezeichneten Aktivit\u00e4ten vermerkt und k\u00f6nnen als CSV exportiert, wie auch im Detail angeschaut werden. <\/p>\n Dass sich Jabra f\u00fcr die Messung des Herzfrequenz am Ohr entschieden hat, kommt nicht von ungef\u00e4hr, denn die Haut ist hier gut durchblutet und relativ d\u00fcnn. Ansonsten funktioniert die HF-Messung im Wesentlichen genau so, wie auch am Handgelenk oder Oberarm: Die Haut wird mit Licht bestrahlt und ein Teil des Lichtes wird reflektiert und von einem Sensor gemessen. Der Anteil reflektierten Lichts \u00e4ndert sich mit der Menge Blut, die gerade durch die Adern flie\u00dft und mit jedem Herzschlag an- und abschwillt.<\/p>\n W\u00e4hrend meiner L\u00e4ufe haben die Elite Sport den Puls zuverl\u00e4ssig gemessen. Die Qualit\u00e4t der Messung steht und f\u00e4llt aber mit dem Sitz des H\u00f6rers im Ohr. Wackelt da irgendwas, kommt auch die Messung ins Wanken. Pr\u00e4zise sind die Messungen mit dem optischen Sensor nie – jedenfalls nicht so genau, wie mit einem Brustgurt. Studien, die eine Genauigkeit von 99,X Prozent versprechen gehen irgendwie an der Realit\u00e4t vorbei. Jedenfalls sind das meine Erfahrungen. <\/p>\n F\u00fcr das Trainieren in einer bestimmten Herzfrequenzzone reicht die Genauigkeit allemal aus. Die Elite Sport sind nunmal kein medizinisches Ger\u00e4t und haben diesen Anspruch auch nicht. Hab ich \u00fcbrigens noch von keinem anderen Hersteller geh\u00f6rt, um mal eine bessere Einordnung zuzulassen.<\/p>\n Wie bei allen optischen Sensoren hinkt die Messung im Vergleich mit dem Brustgurt hinterher. Der Eindruck mag beim Elite Sport verst\u00e4rkt auftreten, weil die App den Puls nur alle 10 Sekunden aufzeichnet. Jedenfalls ist es das, was man beim Export der Daten in eine CSV-Datei beobachten kann. Es ist aber wirklich eine Eigenheit der Jabra Sports App, denn in Verbindung mit Runtastic erfolgt die Messung und Aufzeichnung jede Sekunde. Da ich keine M\u00f6glichkeit gefunden habe, die Genauigkeit in der App zu erh\u00f6hen, ist das leider ein Kritikpunkt.<\/p>\n Wirklich positiv ist, dass Jabra die Elite Sport mit der Jabra Sports App nicht zwangsverheiratet. Will hei\u00dfen, dass die Elite Sport auch mit den wichtigsten Branchenvertretern (z.B. Runtastic, Strava, Runkeeper, Endomondo) funktioniert und dort als Herzfrequenz-Sensor eingebunden werden kann. Auch eine Polar M200 hat den HF-Sensor in den Kopfh\u00f6rern erkannt und die Kopplung angefragt.<\/p>\n Kabellose Kopfh\u00f6rer sind nicht erst seit Apples Airpods ein gefragtes Thema. Mit der notwendigen Expertise hat es Jabra geschafft, einen kabellosen Kopfh\u00f6rer auf den Markt zu bringen, der sich mit den Airpods und Bragis Dash messen kann. Einen Gesamtsieger auszumachen, ist aus meiner Sicht nicht m\u00f6glich, richten die Produkte sich mit ihren Alleinstellungsmerkmalen doch an unterschiedliche Benutzergruppen.<\/strong><\/p>\n Festhalten kann man, dass Jabra momentan am meisten Technik auf kleinstem Raum unterbringt. Vieles davon ist f\u00fcr Sportler von Interesse, so dass Jabra hier auch deutlich vor Apple und Bragi ins Ziel l\u00e4uft. Ich denke sportliche Technik-Enthusiasten werden mit den Elite Sport ihr wahre Freude haben. Wer bereits eine guten Fitness Tracker bzw. eine gute Sportuhr besitzt, f\u00fcr den ist die Investition deutlich schwerer zu rechtfertigen, denn im Vergleich zur Sportelektronik f\u00fcr das Handgelenk, bringt Jabra wenig neue Funktion mit.<\/strong><\/p>\n Die Kopfh\u00f6rer sind mit 249,99 EUR (UVP) wirklich nicht die g\u00fcnstigsten, aber eben die mit der innovativsten Kombination aus hochwertiger Technik. An der Soundqualit\u00e4t gibt es nur zu meckern, wenn Hear Through eingeschaltet ist. Ansonsten klingen die Elite Sport ausgeglichen und nie langweilig. Ein bisschen mehr Tiefgang w\u00e4re w\u00fcnschenswert, kann aber mit dem Equalizer in der App bzw. durch Apps von Drittanbietern erreicht werden.<\/strong><\/p>\n An das h\u00f6rere Tragegewicht muss man sich gew\u00f6hnen, genauso wie an die Bedienung \u00fcber die Buttons. Beides geht aber rasch und trotz des Gewichts ist noch kein Kopfh\u00f6rer herausgefallen. Ich muss aber zugeben, dass die Sorge immer mitl\u00e4uft.<\/strong><\/p>\n \n\t\n\t\tOffenlegung \/ Werbung:<\/strong> Das Produkt wurde mir auf meine Anfrage hin f\u00fcr den Test der\/des Jabra Elite Sport von\n\t\tJabra<\/a>\n\t\tkostenlos zur Verf\u00fcgung gestellt. An den Inhalt des Testberichts wurden keine Bedingungen gekn\u00fcpft. Der Inhalt des Testberichts spiegelt\n\t\tsomit vollst\u00e4ndig meine eigene, unvoreingenommene Meinung und Erfahrung mit dem Produkt wider.\n\t<\/em>\n<\/p>\n \n\t\n\t\tWarum der Beitrag dennoch als 'Werbung' gekennzeichnet ist,\n\t\tk\u00f6nnt ihr unter Kennzeichnungspflicht<\/a>\n\t\tnachlesen.\n\t<\/em>\n<\/p>\n\n<\/a><\/p>\n
Unboxing und Lieferumfang<\/h3>\n
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Funktionsumfang – Ein \u00dcberblick<\/h3>\n
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Erster Eindruck<\/h3>\n
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Ladeetui f\u00fcr das Laden unterwegs<\/h4>\n
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Passformen f\u00fcr jedes Ohr<\/h4>\n
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Jabra Elite Sport – Viel Licht und wenig Schatten<\/h3>\n
Steuerung per Tasten<\/h4>\n
Mit der Elite beim Sport<\/h3>\n
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Hear Through – Sinnvolle Idee mit Abstrichen in der Umsetzung<\/h4>\n
Jabra Sport Life App<\/h3>\n
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VO2<\/strong><\/sub>max-Test<\/h4>\n
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Training<\/h4>\n
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Trainingsplan erstellen<\/h4>\n
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Cross-Training<\/h4>\n
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Verlauf<\/h4>\n
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Pulsmessung am Ohr<\/h3>\n
Fazit: Jabra Elite Sport Test<\/strong><\/h3>\n
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